© Wein- und Ferienregion Bernkastel-Kues GmbH

Cusanuswanderweg (Stadtspaziergang)

  • Start: Mosel-Gäste-Zentrum, Bernkastel
  • Ziel: Mosel-Gäste-Zentrum, Bernkastel
  • leicht
  • 3,53 km
  • 2 Std. 30 Min.
  • 41 m
  • 147 m
  • 106 m
  • 100 / 100
  • 10 / 100

Auf dem Cusanuswanderweg kann man eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 15. Jahrhundert kennenlernen: Nikolaus von Kues, den großen Sohn der Stadt.

Bernkastel-Kues ist der Heimatort des berühmten spätmittelalterlichen Philosophen Nikolaus von Kues, genannt Cusanus.

Einblicke in den Stadtspaziergang:

Der Cusanuswanderweg führt an den Wirkungsstätten des Cusanus vorbei, etwa an dem von ihm 1458 gegründeten St. Nikolaus-Hospital, ein Altenpflegeheim, in dem betagte Menschen auf Grundlage seiner wohltätigen Stiftung ihr Alter sorgenfrei verbringen können. Berühmt ist auch die Bibliothek, die Cusanus dem St. Nikolaus-Hospital hinterlassen hat. In seinem Geburtshaus wiederum informiert eine ständige Ausstellung über sein Leben und Werk. Cusanus war der Sohn des vermögenden Händlers und Schiffseigners Johann Cryfftz (=Krebs). Am Geburtshaus erinnert eine Steintafel mit Krebswappen und Inschrift an den ehrwürdigen Nicolaus Cusanus, der auch Kardinal und Bischof von Brixen war (deshalb ist der Cusanuswanderweg u.a. auch mit einem Krebs auf dem Straßenpflaster markiert).

Impressionen

Allgemeine Informationen

Informationen
  • Einkehrmöglichkeit
Wegbeschreibung

Am Mosel-Gäste-Zentrum beginnt der Cusanuswanderweg. Sie überqueren die Moselbrücke und steigen die Treppen am ehemaligen Hotel Drei Könige hinunter. Danach geht es über die Moselauen, die Parkplätze im Kueser Stadtteil und an der Minigolfanlage vorbei zum Cusanushaus. Beim Minigolfplatz sowie im Cusanusgeburtshaus kann das „Cusanusspiel“ ausgeliehen werden. Das sogenannte Globusspiel erfordert einige Geschicklichkeit und beinhaltete eine interessante Geschichte. 

Cusanus wurde in diesem stattliche Haus 1401 als Sohn des Handelsherrn und Schiffseigners Johann Cryfftz (=Krebs) und dessen Ehefrau Katharina geboren. Zusammen mit seinem Bruder Johann und seinen zwei Schwester wuchs er hier auf. Nach Studien in Heidelberg und Padua begann er seine berufliche Laufbahn als Kirchenjurist. Nebenher studierte er in Köln einige Semester Theologie. Eine steile Karriere führte ihn bis in den Rang eines Fürstenbischofs und Kardinals. Später vermachten Nikolaus und seine Geschwister das Haus dem St. Nikolaus-Hospital. Unter dessen Rektor wurde es 1570 neu aufgebaut und erhielt die heute vorhandene Steintafel mit dem Krebswappen. Heute beherbergt das Museum eine ständige Ausstellung zu Leben und Werk des Cusanus.

Weiter führt Sie der Weg durch die Kardinalstraße, die in die Pützstraße übergeht und an deren Ende in die Weingartenstraße mündet.
Rechts ab der Weingartenstraße folgend durchlaufen Sie ein Stück „Alt Kues“. In dieser schmalen Straße lebt das typisch moselländische noch: traditionsreiche Weingüter und schöne Fachwerkhäuser. Sie gehen an der St. Brixius-Kirche vorbei. Zum ersten Mal wird diese Kirche 1258 erwähnt und wurde als Halbmutterkirche bezeichnet. Hier wurden Nikolaus von Kues und seine Geschwister getauft. Seit 1447 weiß man, dass der hl. Briktius der Patron dieser Pfarrkirche ist. Schon die erste Kueser Kirche stand schon an dieser Stelle. Sie war jedoch kleiner in der Länge des Kirchenschiffs und in der Höhe des Turmes.

Am Ende dieser der Weingartenstraße biegen Sie links ab Richtung Friedhof und folgen dem ansteigenden St. Brixiusweg. Jetzt  gelangen Sie zum Cusanus-Krankenhaus (Cusanus besaß erstaunlich viele medizinische Schriften, mehr als die Pariser Universität zu seiner Zeit). Hinter dem Krankenhaus verläuft der Spaziergang entlang des Karl-Binz-Wegs abwärts. An der Kreuzung leicht rechts laufen Sie die Brüningstraße entlang und biegen die dritte Straße links ab in die Mozartstraße. Nach ca. 150 Metern erscheint rechter Hand das ehemalige Post-Gebäude, mit besonderer Kunst am Bau.
Nachdem Sie die Post hinter sich gelassen haben laufen Sie die Mozartstraße entlang, welche zum „Forum Alter Bahnhof“ führt. Rechts erscheint das „Steillagenzentrum Mittelmosel“, welches seit kurzem Forschung, Bildung und Wissenschaft zum Moselweinbau in einem Gebäude vereint. An der Bushaltestelle auf dem Forumsplatz gehen Sie links durch die modernen Arkaden bis zu einigen Treppenstufen, dann überqueren Sie den Zebrastreifen der Cusanusstraße.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite erblicken Sie bereits das Weinkulturelle Zentrum mit multimedialer Weinerlebniswelt und Vinothek. Im Innenhof dieser Anlage befinden sich ebenfalls das St. Nikolaus Hospital. Das Hospital wurde zwischen 1451 und 1458 in spätgotischen Stil erbaut und aus dem ansehnlichen Vermögen, welches Cusanus und seine Schwester vom Vater geerbt hatten, gebaut. Das übrige Erbe und viele Ländereien wurden zur Grundlage einer Stiftung. Dreiunddreißig arme, abgearbeitete Männer über fünfzig sollten nach Cusanus Willen bis an ihr Lebensende hier sorgenfrei leben. Seit mehr als einem halben Jahrhundert erfüllt das Hospital bis heute ununterbrochen diese Funktion als Heim für alte Menschen (heute auch Frauen).
Nach ausführlicher Lehre über den Moselweinbau im Weinmuseum und einer kurzen Rast geht es weiter der Straße folgend auf die Moselbrücke zu. Auf der Hälfte der Brücke steht auf einem kleinen Balkon die „Bernkasteler Sonnenuhr“. Von diesem Standort aus haben Sie einen prächtigen Blick auf den Stadtteil Bernkastel mit der Pfarrkirche St. Michael, die Burg Landshut und die Moselschifffahrt. In der Kirche St. Michael war in der Zeit von 1450 bis 1456 Nikolaus Bruder Johann Pfarrer, welcher auch im Chorraum dieser Kirche bestattet wurde. Das Grabmal ist jedoch nicht mehr vorhanden.
Den kurzen Weg über die Brücke geht es zurück zum Ausgangspunkt.


Sicherheitshinweise

Keine speziellen Sicherheitshinweise

Ausrüstung

Festes Schuhwek wird empfohlen

Tipp des Autors

Dienstags und freitags finden im St. Nikolaus-Hospital Führungen statt: sehr lohnenswert!

Anfahrt
Parken

Parkmöglichkeiten auf dem großen Moselparkplatz auf der Bernkasteler sowie Kueser Seite, direkt an der Mosel gelegen. In den Wintermonaten ist das Parken hier kostenfrei, von 1. April bis 31. Dezember gebührenpflichtig.

Öffentliche Verkehrsmittel

www.moselbahn.de, www.vrt-info.de,

Bernkastel-Kues: Taxi Edringer: 06531 - 8149, Taxi Priwitzer: 06531 - 96970, Taxi Reitz: 06531 - 6455

Literatur

Wanderguide - der Wanderführer im Ferienland Bernkastel-Kues. Mit Beschreibung und Karte.

Karten

Wanderguide - der Wanderführer im Ferienland Bernkastel-Kues. Mit Beschreibung und Karte.

Weitere Informationen

Ferienland Bernkastel-Kues

Gestade 6

54470 Bernkastel-Kues

Tel. 06531/50019-0

info@bernkastel.de

www.bernkastel.de

Wegbelag

  • Straße (1%)
  • Unbekannt (99%)

Wetter

Diese Tour wird präsentiert von: Ferienland Bernkastel-Kues, Autor: Claus Dürrmann

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