Reste einer römischen Gesteinsmühle bei Mertesdorf

Reste einer römischen Gesteinsmühle bei Mertesdorf Karlsmuehle bei Mertesdorf

Reste einer römischen Gesteinsmühle bei Mertesdorf
Karlsmuehle bei Mertesdorf

Im Jahre 371 n. Chr. verfasste der römische Schriftsteller Ausonius, der am kaiserlichen Hof des römischen Trier als Erzieher des jungen Kaisersohns Gratian tätig war, das Preisgedicht "Mosella". Darin berichtet er u.a. auch von der Ruwer: "Die Ruwer dreht in schwindelnden Wirbeln die kornzermahlenden Steine und zieht die kreischenden Sägen durch glatte Marmorblöcke." Demnach müssen zur römischen Zeit im Ruwertal nicht nur Getreide-, sondern auch Gesteinsmühlen gestanden haben.
Man weiß, dass in den Prachtbauten des römischen Trier Marmor-, Diabas- und in großen Mengen gesägte Muschelkalkplatten verwandt wurden. Der Marmor wird in großen Blöcken aus dem Süden importiert und für die Baubedürfnisse in möglichster Nähe der Stadt zurechtgeschnitten worden sein. Diabas, im Volksmund Grünstein genannt, wurde im Grüneberg gefunden, der das untere Ruwertal westlich begrenzt. Er trägt deshalb wohl auch seinen Namen.
Nun hat man im Ruwertal bisher nur bei der Karlsmühle Gebäudereste gefunden, die auf eine römische Mühle schließen lassen. In der Mitte des vorigen Jahrhunderts fanden Trierer Archäologen im Abzugsgraben der Karlsmühle auffallend große Quader von Muschelkalk, der im Ruwertal völlig ortsfremd ist. Außerdem stoßen noch heute zwei römische Fundamentmauern auf diesen Mühlengraben, etwa 20 m von der jetzigen Mühle entfernt. Bei Kanalbauten durch die Ruwerwiesen 1967 fand man eine große Menge römischer Dach- und Mauerziegel und grub einen Teil eines römischen Estrichs aus. Der interessanteste Fund wurde hier 1843 gemacht, als man bei der Einmündung des Abzugsgrabens in die Ruwer Reste eines römischen Grabmals entdeckte. Dieses zeigt ein Relief, das ein Brustbild eines Mannes und einer Frau darstellt, die sich die Hände reichen. Nach oben war dieses Relief durch einen Deckstein begrenzt, in dem ein durch eine Achse gehender Mühlstein eingemeißelt war. Dieses Grabmal wird heute im Landesmuseum Trier aufbewahrt. Eine Kopie des Mittelstücks befindet sich im Lokal der Karlsmühle. Auf diesem Grabstein könnte der Besitzer der Römermühle dargestellt sein.
Öffnungszeiten: frei zugänglich

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Tel.: (0049) 651 1701818

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Webseite: www.ruwer-hochwald.de

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