© Saar-Obermosel-Touristik / Foto: Elke Janssen

Leuchtpunkt Wehrer Rosenberg

Bewirtschaftete Terrassen im Weinbau sind an der Obermosel rar. Eine der wenigen Lagen mit Terrassenwirtschaft auf der deutschen Moselseite ist die Lage Rosenberg in Wehr. Tatsächlich war der Weinberg vor einigen Jahren so gut wie brach gefallen, bevor Armand und Fabian Frank beschlossen, die Lage ohne Einsatz von Herbiziden und Insektiziden zu bewirtschaften. Am Rosenberg wurde schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts Wein angebaut. Der Erlös in dieser Weinbergslage war doppelt so hoch wie sonst an der Obermosel üblich.

Bewirtschaftete Terrassen im Weinbau sind an der Obermosel rar. Eine der wenigen Lagen mit Terrassenwirtschaft auf der deutschen Moselseite ist die Lage Rosenberg in Wehr. Tatsächlich war der Weinberg vor einigen Jahren so gut wie brach gefallen, bevor Armand und Fabian Frank beschlossen, die Lage ohne Einsatz von Herbiziden und Insektiziden zu bewirtschaften. Am Rosenberg wurde schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts Wein angebaut. Der Erlös in dieser Weinbergslage war doppelt so hoch wie sonst an der Obermosel üblich.

Noch im Jahr 1923 zahlte das Hotel Adlon in Berlin für ein Fuder Spätburgunder aus dem Rosenberg den höchsten Preis, den es je für Fuder für Moselwein ausgegeben hat. Der Weinberg liegt im Landschaftsschutzgebiet Obermoseltal. Direkt durch den Weinberg führt ein Seitensprung des Moselsteigs, der "Wehrer Rosenberg". Die Tour ist knapp fünf Kilometer lang und verläuft neben dem Weinberg auch durch das FFH-Gebiet Kalkwälder bei Palzem. Am Fuß des Weinbergs mündet der Helterbach in die Mosel. Die Reben wachsen auf zahlreichen Terrassen, die oft nur zu Fuß zu erreichen sind und von Hand gepflegt werden. Fels- und Trockenmauern wechseln einander ab. Ursprünglich waren es Kleinstparzellen mit einer Größe zwischen 89 und 120 qm, die mittlerweile in der Hand des Weinguts Carlsfelsen aus Palzem sind.  "Das Terroir ist einzigartig", sagt der Winzer Armand Frank. "Die Weine haben ihren eigenen, typischen Charakter mit einer gewissen Rosenduftnote." Im Weinberg wachsen Stieleichen, Walnussbäume, Feldahorn-Bäume, Weinbergspfirsiche und Silber- sowie Sal-Weiden. Auf den angrenzenden Flächen wachsen zahlreiche Sträucher (gemeiner Schwarzdorn, blutroter Hartriegel und schwarzer Holunder). Zahlreiche Insekten sind hier unterwegs (Rotklee-Bläuling, Schildläuse, Moschusbock, Königskerzen-Mönch, ockergelber Blattspanner und Pfaffenhütchen-Gespinstmotte). Zwischen den Felsen und an den Trockenmauern kann man Mauereidechsen bei der Jagd beobachten. Im Rosenberg wachsen auch Weinbergs-Traubenhyazinthen, Saat- sowie Klatsch-Mohn, Hunds-Rosen, Hornklee, rotfrüchtige Zaunrüben, Weg-Rauke, gewöhnliches Hirtentäschel, gewöhnlicher Beifuss, gewöhnliche Vogel-Wicke und die weiße Fetthenne. Diese kleinteiligen Strukturen bieten viele Habitate. Sie sind ein wichtiges Refugium für seltene Tiere und Pflanzen.

HINWEIS:

Der Wehrer Rosenberg ist seit dem Jahr 2020 ein Leuchtpunkt der Artenvielfalt. Als solcher wurde  er  von  den  Naturerlebnisbegleitern  Christiane Beyer  und Alexander Schumitz nominiert und vom Dienstleistungszentrum Ländlicher  Raum  Mosel  (DLR)  ausgezeichnet. Die  Auszeichnung  wird im  Rahmen  der  Initiative  Lebendige  Moselweinberge  verliehen. Voraussetzung  hierfür  ist,  dass der Bereich eine hohe Biodiversität aufweist  und  nachhaltig bewirtschaftet wird.

Auf der Karte

54439 Palzem-Wehr

DE


Tel.: 0049 6581 995980

E-Mail:

Webseite: www.lebendige-moselweinberge.de

Allgemeine Informationen

Öffnungszeiten

Der Aussichtspunkt ist frei zugänglich.



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