© Eicke Bock / Tourist-Information Ruwer

Burgruine Sommerau

Burgruine Sommerau aus dem 13. Jahrhundert Weitab vom Durchgangsverkehr liegt ausgesprochen malerisch die Burgruine Sommerau im Ruwertal. Das malerische Ensemble aus Burgruine, Weinlage Schlossberg und Wasserfall in Sommerau wurde vom DLR Mosel im Jahr 2019 im Rahmen der Initiative "Lebendige Moselweinberge" als Leuchtpunkt der Artenvielfalt ausgezeichnet.

Burgruine Sommerau aus dem 13. Jahrhundert
Weitab vom Durchgangsverkehr liegt ausgesprochen malerisch die Burgruine Sommerau im Ruwertal. Man gelangt zu ihr entweder über Gutweiler oder Gusterath-Tal.

Die Burg Sommerau wurde auf einem Felssporn erbaut, der von der Ruwer von drei Seiten umflossen wurde. Diese etwa 45 m lange Felszunge ist an der schmalsten Stelle durchbrochen worden, um das Gefälle der Ruwer zum Treiben einer Mühle zu nutzen. Damit wurde ein Umlaufberg geschaffen und die ehemalige Talschleife trockengelegt.
Im 13. Jahrhundert wurde die Burg von dem Trierer Rittergeschlecht "von der Brücke", das seinen Stammsitz in den Barbarathermen hatte, erbaut. Der Trierer Schöffe Walram, der aus dem Geschlecht der Herren von der Brücke hervorgegangen ist, trug 1303 die Burg Sommerau dem Trierer Erzbischof zu Lehen auf. Als kurtrierisches Lehen wird später die Burg dem luxemburgischen Rittergeschlecht "von der Fels" übertragen.
Spätestens zu Anfang des 19. Jahrhunderts war die Burg verfallen. 1853 kaufte der Staat die Ruine aus der Hand von vier Trierer Bürgern, damit sie nicht weiter als Steinbruch diene. 1902 wurde sie dann wieder an einen Privatmann verkauft unter der grundbuchlich eingetragenen Verpflichtung der Instandhaltung und der Untrennbarkeit von den zugehörigen Ländereien.
Die Anlage misst 40 x 10 m. Im Westen ragen bis 10 m Höhe die Reste des ehemaligen Palas oder Wohnhauses empor und im Osten etwa 16 m hoch der viereckige Bergfried, der mit seinen vier Geschossen zugleich als Wohnturm diente. Zu einer Tür in etwa 3 m Höhe führte offenbar ein ansteigender hölzerner Wehrgang. Nach Süden im vierten Obergeschoß befindet sich eine große Rechtecktür mit Aborterker, dessen Mauerwerk auf Konsolen von rotem Sandstein gestellt ist. Der Wohnbau zeigt, von innen erkennbar, drei volle Geschosse und noch ein halbes viertes mit dem aufragenden Rest eines Kamins, der im zweiten Geschoß beginnt.
Von der Umfassungsmauer, die den Wehrgang trug, ist das aufgehende Mauerwerk nur in Resten zu bemerken. Die übrigen Quermauern liegen im Boden, der Grundriß ist nur durch Grabungen feststellbar.
Öffnungszeiten: frei zugänglich



Auf der Karte

Sommerau


Allgemeine Informationen

Öffnungszeiten
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